Ute Bock

Zivilcourage-AWARD an Ute Bock

Ö-Plus vergibt seit März 2009 den Zivilcourage-Award.
Mehrmals im Jahr wird einer Einzelperson oder einer Organisation für deren
besondere Leistung im Bereich „Zivilcourage“ dieser Award überreicht.
Besondere Leistungen verdienen besondere Anerkennungen.

Godwin Schuster überreichte Zivilcourage-Award an Ute Bock.
Flüchtlings-Betreuerin für langjähriges soziales Engagement ausgezeichnet.

Erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderats Godwin Schuster und die Zweite
Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll haben am Dienstag den
Zivilcourage-Award des Vereins Ö-Plus an Ute Bock überreicht. „Menschen zu
helfen, sei ein wesentlicher Sinn im Leben“, so Schuster.
Ute Bock habe ihren Sinn darin gefunden, daher sei es ihm eine persönliche
Freude, die Auszeichnung an die weithin bekannte Flüchtlings-Betreuerin zu
überreichen.

Ö-Plus vergibt Award
Der Verein Ö-Plus vergibt seit März 2009, alle zwei Monate, diesen Award an
Einzelpersonen sowie an Organisationen für deren besondere Leistung im
Bereich Zivilcourage.
Die 1942 in Linz geborene Ute Bock entschloss sich Erzieherin zu werden und
kam 1969 als Angestellte der Gemeinde Wien in das Gesellenheim Zohmanngasse,
dessen Leiterin sie 1976 wurde. Seit Anfang der Neunzigerjahre wurden dort
Kinder aus Gastarbeiterfamilien, aber auch minderjährige Asylwerber aus
Kriegsgebieten betreut.

Projekt umfasst 60 Wohnungen und unterstützt 310 Menschen
Seit 1999 organisiert Ute Bock private Wohngemeinschaften für Jugendliche,
die sich in schwierigen sozialen Situationen befinden.
Mittlerweile umfasst ihr Wohnprojekt rund 60 Wohnungen, in denen Bock über
310 Menschen Unterkunft und Verpflegung bietet. Finanziert werden die
Projekte aus eigenen Mitteln, Preisgeldern und Spenden. Ute Bock wurde unter
anderem mit dem UNHCR- Flüchtlingspreis (2000) und dem Dr. Karl Renner-Preis
(2003) ausgezeichnet. Im Jahr 2000 wurde von SOS Mitmensch ein eigener „Ute
Bock-Preis für Zivilcourage“ gestiftet.

Bilder von der Ehrung
Fotos: Votava/PID
weitere Bilder unter Toppress Austria

Presseberichte:

 

Laudatio Ute Bock

Kleiner Ausschnitt aus dem Märchen „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll:

„Eines Tages kam Alice zu einer Weggabelung und sah eine grinsende Katze in
einem Baum sitzen.

Welchen Weg soll ich nehmen?, fragte Alice.

Wo willst du denn hin?, antwortete die Katze.

Ich weiß es nicht, gab Alice zurück.

DANN, sagte die Katze spielt es keine Rolle“

Sie liebe Frau Bock hatten ein Ziel, eine Vorstellung, sie wussten wo der
Weg hingehen soll und muss!

• 1942 geboren
• 1969 Angestellte im Gesellenheim Zohmanngasse
• 1976 Leiterin der Zohmanngasse

Seit 1990 waren sie die „letzte“ Adresse für Jugendliche die keiner wollte.
Sozialarbeiter und Flüchtlingsbetreuer schickten ihnen Hilfe suchende
Jugendliche, die ein Dach über den Kopf brauchten. Sie gaben ihnen dieses
Dach, diese heutzutage fehlende menschliche Wärme.

Nach einer 1999 durchgeführten Razzia, wurde ihnen übel mitgespielt. Vom
Dienst suspendiert, Anklageerhebung. Schlussendlich siegte jedoch die
Vernunft, sowohl Anklage als auch Suspendierung wurden aufgehoben.

Für Hilfe suchende Jugendliche organisierten sie private Wohngemeinschaften,
die von ihnen persönlich finanziert wurden.

Seit August 2000 sind sie als Mitarbeiterin der Gemeinde Wien in Pension.
Trotzdem und gerade deshalb opfern sie 7 Tage in der Woche ihre Zeit den
Menschen, die Hilfe und menschliche Wärme brauchen.

Sie erhielten viele Auszeichnungen:

• 2000 SOS Mitmenschen Zivilcouragepreis
• 2002 Dr. Karl Renner Preise der Gemeinde Wien
• 2002 Bruno Kreisky Preis für Menschenenrechte
• 2004 Spin the Globe Award
• 2004 Preis des Roten Kreuz
• 2004 Greinecker Senioren Preis des ORF
• 2004 Interkultur Preis des Landes OÖ
• 2007 Frau des Jahres der Grünen Leopoldstadt

Und heute den Zivilcouragepreis des Vereins Ö plus überreicht durch die
Landtagspräsidentin Prof. Erika Stubenvoll und den Gemeinderatsvorsitzenden
Godwin Schuster.

Wir kennen uns nun auch schon seit längerer Zeit und ich möchte ihnen auch
persönlich, liebe Frau Bock, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den
vergangenen Jahren danken.

Verfolgen sie weiterhin diesen Weg, den sie wissen „wo es lang gehen soll“.
Institution wie die ihre und Menschen in dieser Institution dem Verein Ute
Bock, die mit so einem Engagement arbeiten, findet man selten.